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Anlagenbetrug

Vorsicht: Geldhaie!

Jahr für Jahr werden private Anleger in Deutschland um Beträge in Milliardenhöhe erleichtert.

Vom Risiko, Anlagebetrügern auf den Leim zu gehen, ist jeder betroffen. Wenn Sie beispielsweise bereit sein sollten, mehr für Ihre Altersvorsorge zu tun, könnten Sie Gefahr laufen, Opfer unseriöser Anlage- und Vermittlungsgesellschaften zu werden.

Schützen Sie sich rechtzeitig vor deren Tricks. Dann muss Ihr berechtigter Wunsch nach höherer Rendite nicht mit dem Totalverlust des von Ihnen eingesetzten Geldes enden.

Prüfen Sie die Seriosität der Anbieter, damit wirklich mehr aus Ihrem Geld wird.

Unaufgeforderte telefonische Kontaktaufnahme ist im Finanzdienstleistungsgewerbe wettbewerbsrechtlich grundsätzlich nicht zulässig.

In einem solchen Fall sollten Sie jeden Kontakt ablehnen. Das Risiko ist zu hoch!

Auch wenn Verwandte oder Bekannte vom Anbieter als Referenz genannt werden oder diese Sie sogar selbst wegen der Vereinbarung eines Beratungstermins ansprechen, ist das allein noch kein Beleg für die Seriosität der Geldanlage.

Häufig werden gerade geschäftsunerfahrene oder nichtsahnende, bereits zum Opfer gewordene Kunden benutzt, um weitere Anleger zu gewinnen.

Lassen Sie sich auch nicht von Verwandten oder Bekannten nur deshalb berreden, weil diese bereits selbst eingestiegen sind.

Auf dem Kapitalmarkt sind leider nicht nur seriöse Anbieter von Finanzdienstleistungen zu finden. Es tummeln sich dort allzu häufig auch Dilettanten und Betürger.

Verlangen Sie deshalb aussagefähige Informationen und Referenzen über die bisherige Tätigkeit des Anbieters. Hochglanzprospekte und repräsentative Büroräume könnten auch nur Blendwerk sein.

Berufsbezeichnungen wie Finanzberater oder Vermögensberater sind gesetzlich nicht geschützt und belegen daher für sich nicht die Seriosität des Anbieters.

Lassen Sie sich deshalb durch solche Berufsbezeichnungen nicht beeindrucken; jeder kann sich so nennen. Ziehen Sie unbedingt Erkundigungen über den Anbieter ein!

Nachfragen bei der Verbraucherschutzzentrale, Ihrer Hausbank oder einer (Kriminal-) Polizeilichen Beratungsstelle können weiterhelfen.

Lassen Sie sich den Ausweis eines Vermittlers zeigen und notieren Sie die Daten.

Immer mehr unseriöse Anbieter lassen sich mit Vorliebein ausländischen Steueroasen nieder. Oftmals findet sich am offiziellen Firmensitz nicht mehr als ein Briefkasten.

Bedenken Sie auch die mit einer möglichen gerichtlichen Auseinandersetzung im Ausland (Gerichtsstand) verbundenen Risiken und Kosten; schlimmstenfalls ist Ihr Vertragspartner gar nicht greifbar.

Anlageentscheidungen sollten immer in Ruhe überlegt werden. Bei unseriösen Angeboten steht nur einer unter Zeitdruck: der Anbieter.

Er muß aus seinen Kunden in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Geld herausholen.

Denn bei längerer Geschäftsbeziehung steigt das Risiko, als unseriöser Anbieter entlarvt zu werden. Lassen Sie sich bei Geldanlagegeschäften niemals unter Zeitdruck setzen.

Bei langfristigen Kapitalanlagen spielt der Einstiegstag nur eine untergeordnete Rolle, viel wichtiger sind ein solides Produkt und die Laufzeit.

Ein entgangener Gewinn ist weniger schmerzhaft als ein erlittener Verlust.

Betrügerisch arbeitende Firmen wechseln häufig ihre Firmen (-mäntel) und Anschriften. So sind Ansprüche gegen sie kaum durchsetzbar.

Schauen Sie genau hin, wer Ihr Vertragspartner ist und wer dahinter steht.


Einfacher Trick um Sie ins Geschäft zu locken:

Der Trick ist einfach: Zum Einstieg wird Ihnen ein kleineres Geschäft angeboten, das vergleichsweise riesigen Gewinn abwirft. Ziehen Sie daraus nicht falsche Schlüsse; solche Gewinne werden von Betrügern nicht erwirtschaftet, sondern mit dem Kapital anderer Anleger finanziert.

Wenn Sie aber Vertrauen gefasst haben und richtig einsteigen, besteht die Gefahr, daß Sie gnadenlos abgezockt werden.

Bleiben Sie darum auch nach einem erfolgreichen Erstgeschäft kritisch. Anfängliche an Sie zurückfließende Erträge sind nicht unbedingt ein Beleg für eine dauerhaft seriöse Anlage.

In Deutschland werden nicht alle Produkte auf dem Kapitalmarkt zugelassen. Alle tatsächlich an der Börse zugelassenen und gehandelten Werte haben eine 6-stellige Wertpapierkennnummer (WKN), bzw. ab dem 22. April 2003 eine 12stellige International Securities Identification Number (ISIN).

Prüfen Sie: Ist das angebotene Produkt mit einer WKN bzw. ISIN in der Fachpresse veröffentlicht?

Wenn nicht, gehört es vielleicht zu den nicht zugelassenen Produkten oder kann mit Vergleichsprodukten nicht konkurrieren!
 

Wie lange existiert das Produkt? Wie hat sich die Rendite der Anlage in der Vergangenheit entwickelt?

Je länger ein Produkt existiert, desto aussagekräftiger ist der Vergleichszeitraum (mindestens fünf bis zehn Jahre).
 

Lassen Sie sich nicht mit ein paar pauschalen Angaben zu dem Ihnen angebotenen Produkt abspeisen.

Detaillierte Informationen dazu, wie und wo Ihr Kapital konkret angelegt werden soll und welche Kosten für Sie damit verbunden sind, gehören zu den wesentlichen Vertragsverpflichtungen des Anbieters.

Verlangen Sie vom Anbieter ausführliche und aussagekräftige Informationen zu den angebotenen Kapitalanlagen.

Lassen Sie sich Gegenangebote machen. Vergleichen Sie die Angebote mit denen anderer Anbieter.

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