Taschendiebe
Mit diesen
Tricks arbeiten Taschendiebe:
"Oh, Verzeihung!"
Im
Gedränge werden Sie "versehentlich" angerempelt. Auf der Treppe
werden Sie von eiligen Passanten kurz "in die Mitte" genommen.
Beim Einsteigen in den Bus stolpert Ihr Vordermann, er bückt sich
oder bleibt plötzlich stehen. Während Sie nach Halt suchen oder
auflaufen und abgelenkt sind, greift ein Komplize in Ihre Tasche.
"Ganz schön voll hier!"
Im
vollen Bus oder in der Bahn rückt jemand unangenehm dicht an Sie
heran. Sie wenden ihm ärgerlich den Rücken zu - und damit Ihre
Schultertasche "griffbereit".
"Wo finde ich diese Straße?"
Fremde
fragen Sie nach dem Weg und halten Ihnen einen Stadtplan vor oder
bitten Sie - beispielsweise auf Bahnhöfen - an einen ausgehängten
Plan. Während Sie sich orientieren und abgelenkt sind, plündern
Komplizen Ihre Hand- oder Umhängetasche.
"Können Sie wechseln?"
Wenn
Sie das Münzfach Ihrer Börse öffnen, lenkt er Sie ab, etwa indem
er seine Münze in Ihre Börse wirft und stiehlt dabei die Geldscheine.
"Das ist mir aber unangenehm!"
Speziell
nach einem Bankbesuch werden Sie "versehentlich" mit Ketchup,
Eis oder einer Flüssigkeit bekleckert, beim wortreichen Reinigungsversuch
verschwindet das gerade abgehobene Geld aus Ihrer Tasche.
"Wo steht die Milch?"
Im
Supermarkt fragen Fremde nach einer bestimmten Ware. Während Sie
diese suchen oder das vorgezeigte Produkt erklären, wird Ihre
Tasche am Einkaufswagen ausgeräumt.
"Haste mal ´ne Mark!"
Kinder oder Jugendliche tollen um Sie herum, betteln Sie an und
zupfen an Ihrer Kleidung. Während Sie abgelenkt sind, greift einer
in Ihre Handtasche.
"Diese Rose ist für Sie!"
Ein
wildfremder Mensch begrüßt Sie freudig auf der Straße , umarmt
Sie oder steckt Ihnen eine Blume an. Während Sie noch verdutzt
sind, verschwindet aus Ihrer Tasche die Geldbörse.
"Darf ich Ihnen die Tasche abnehmen?"
Einzeltäter
beobachten Sie beim Einkaufen und bieten Ihnen scheinbar hilfsbereit
noch im Geschäft oder auf der Straße an, Ihren Einkauf nach Hause
zu tragen. Dort eilt der Täter mit der Tasche eilig die Treppe
hinauf, während Sie als eventuell älterer Mensch nicht so schnell
hinterherkommen. Währenddessen nimmt der Täter die Geldbörse aus
der Tasche, stellt die Tasche vor die Tür und kommt Ihnen dann
zumeist noch mit freundlichen Abschiedsworten entgegen. Den Verlust
der Geldbörse bemerken Sie erst beim Auspacken.
So gehen Sie
ganz sicher:
Nehmen Sie nach Möglichkeit keine größeren Bargeldbeträge mit.
Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere in verschiedenen
verschlossenen Innentaschen Ihrer Oberbekleidung dicht am Körper.
Benutzen Sie statt einer Handtasche besser einen Brustbeutel,
eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete
Geldbörse.
Tragen Sie eine Hand- oder Umhängetasche verschlossen unter dem
Arm geklemmt oder auf der Körpervorderseite mit dem Verschluß
zum Körper und nicht lose über der Schulter halb auf dem Rücken.
Legen Sie Ihre Geldbörse beim Einkauf nicht in die Einkaufstasche,
den Einkaufskorb oder -wagen, sondern tragen Sie Ihr Geld in einer
verschlossenen körpernahen Innentasche Ihrer Oberbekleidung.
Legen Sie Ihre Geldbörse beim Bezahlen an der Kasse niemals aus
der Hand.
Lassen Sie Ihre Handtasche nie aus den Augen, weder im Restaurant
oder Laden, noch im Kaufhaus. Hängen Sie Ihre Tasche bei der Anprobe
von Schuhen oder Kleidung nicht an die Stuhllehne.
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